Jugend forscht 2026 - Wettbewerbe
Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ in Herzogenaurach
Nachdem Leon Kohr bereits den Regionalwettbewerb in Nürnberg sowie den Landeswettbewerb Bayern in München für sich entscheiden konnte, qualifizierte er sich für den Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ in Herzogenaurach. Dies ist eine außergewöhnliche Leistung, denn in der aktuellen Wettbewerbsrunde nahmen bundesweit 11.327 Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforscher mit insgesamt 6.302 Projekten teil. Für das Bundesfinale konnten sich lediglich 159 junge Talente mit 116 herausragenden Projekten qualifizieren.
Der Bundeswettbewerb ist dabei weit mehr als nur die dritte Wettbewerbsstufe. Er stellt das Gipfeltreffen der besten jungen Forscherinnen und Forscher Deutschlands dar und ist zugleich ein Wissenschaftsereignis von beeindruckender Größe. Ausrichter des 61. Bundesfinales war die Schaeffler AG in Herzogenaurach. Das Unternehmen präsentierte sich als innovativer Technologiekonzern und überzeugte durch eine hervorragende Organisation, moderne Forschungs- und Entwicklungsstandorte sowie ein außergewöhnliches Rahmenprogramm.
Während der vier Veranstaltungstage wurden neben den Jurygesprächen und Projektpräsentationen zahlreiche Veranstaltungen für Lehrkräfte, Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik sowie natürlich für die teilnehmenden Jugendlichen angeboten. Höhepunkt war die feierliche Preisverleihung am Sonntag vor mehr als 1.000 Gästen. Die Preise wurden unter anderem von Bundesbildungsministerin Karin Prien überreicht.
Bereits am Samstagabend fand die festliche Sonderpreisverleihung mit anschließendem Gala-Dinner statt. Zu dieser Veranstaltung waren auch die betreuenden Lehrkräfte eingeladen. Leon Kohr konnte dort einen Sonderpreis der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung entgegennehmen, der mit 1.500 Euro dotiert ist. Diese besondere Auszeichnung würdigt die hohe wissenschaftliche Qualität seiner Forschungsarbeit.
Am Sonntag folgte schließlich die große Überraschung: Bei der abschließenden Siegerehrung wurde Leon zusätzlich mit dem zweiten Platz im Fachgebiet Physik auf Bundesebene ausgezeichnet. Damit zählt er zu den erfolgreichsten jungen Physikern Deutschlands. Nach seinem Landessieg in Bayern und den Auszeichnungen beim Bundeswettbewerb gehört Leon ohne Zweifel zur Spitze des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland.
Wir gratulieren Leon herzlich zu diesem außergewöhnlichen Erfolg und sind stolz darauf, einen so talentierten und engagierten Schüler an unserer Schule zu haben. Seine Leistungen zeigen eindrucksvoll, welches Potenzial in unseren Schülerinnen und Schülern steckt – und darauf dürfen wir als Schulgemeinschaft mit Recht stolz sein.
Großer Erfolg beim Landeswettbewerb „Jugend forscht“ in München
Leon Kohr aus Triesdorf und Ben Scheitl aus Ansbach, die sich als Sieger des Regionalwettbewerbs für den Landeswettbewerb qualifiziert hatten, konnten auch in München beeindruckende Erfolge erzielen.
Ben Scheitl erreichte mit seinem Projekt „Pyrolyse von PE zu Treibstoffen“ den zweiten Platz im Fachgebiet Chemie. Zusätzlich wurde er mit zwei attraktiven Sonderpreisen ausgezeichnet:
„Forschungspraktikum Chemie an der LMU“
„DRÄXLMAIER-Sonderpreis für „Nachhaltige Antriebstechnik“
Leon Kohr überzeugte mit seiner Arbeit „Entwicklung eines Windkanals zur Untersuchung aerodynamischer Fähigkeiten von Insekten“. Dafür erhielt er einen 1. Preis im Fachgebiet Physik sowie den Sonderpreis der Bayerischen Staatsministerin für Unterricht und Kultus für das beste interdisziplinäre Projekt. Damit qualifizierte er sich für den Bundeswettbewerb.
Leon ist der erste Schüler unserer Schule, dem dieser besondere Erfolg gelingt. Wir sind sehr stolz auf seine herausragende Leistung und wünschen ihm viel Erfolg beim Bundeswettbewerb.
Wir gratulieren beiden Schülern herzlich zu diesen außergewöhnlichen Leistungen und ihrem großen Engagement!
Bianka Woigk
Erfolgreiche Teilnahme der Fach- und Berufsoberschule Triesdorf beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in Nürnberg
Mit großem Erfolg hat die Fach- und Berufsoberschulen Triesdorf am diesjährigen Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in Nürnberg teilgenommen. Austragungsort für die Region Mittelfranken war in diesem Jahr erstmals die Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm (Ohm-Hochschule). Insgesamt fünf Triesdorfer Schülerinnen und Schüler präsentierten dort ihre jeweiligen Forschungsprojekte.
Ziel des renommierten Nachwuchswettbewerbs „Jugend forscht“ ist es, junge Menschen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) zu begeistern sowie kreatives, forschendes Lernen und besondere Leistungen und Begabungen in diesen Bereichen zu fördern. Der Wettbewerb steht im Jahr 2026 unter dem Motto „Maximale Perspektiven“.
Die beiden westmittelfränkischen FOS/BOS-Standorte Triesdorf und Ansbach waren die einzigen Fach- und Berufsoberschulen unter den teilnehmenden Bildungseinrichtungen. Besonders bemerkenswert sind vor diesem Hintergrund die erreichten Ergebnisse: Alle teilnehmenden Triesdorfer und Ansbacher Schülerinnen und Schüler konnten die Jury mit ihren Projekten überzeugen und wurden jeweils mit Preisen ausgezeichnet.
Für die FOS/ BOS Triesdorf erhielt Leon Kohr (FOS 13) im Fachgebiet Physik für sein Projekt zur „Entwicklung eines Windkanals zur Untersuchung aerodynamischer Fähigkeiten von Insekten“ den 1. Preis. Mit dem selbst entwickelten Versuchsaufbau untersuchte er die Flugleistung verschiedener Insektenarten und leistete damit einen spannenden Beitrag zur Verbindung von Biologie und Physik.
Im Bereich Biologie und Geowissenschaften präsentierten die Teilnehmenden vielfältige und aktuelle Forschungsfragen. Die Themen reichten dabei von der Extraktion von Nitrat aus Abwässern mithilfe von Wasserspinat (Leon Heyder, FOS 13), über eine Standortanalyse zur Insektenfreundlichkeit verschiedener Flächen (Lisa Jung, FOS 13), bis hin zu einem Vergleich von Spontangärung und Gärung mit Reinzuchthefen bei der Apfelweinherstellung (Lea Rösch, FOS 12). Ein weiteres Projekt beschäftigte sich mit der Analyse des Wirkungsgrades von Schafswolle als organischem Dünger (Tobias Hohenberger, FOS 13).
Lisa Jung und Leon Heyder konnten mit ihren Arbeiten sowohl zwei Drittplatzierungen als auch zwei Sonderpreise erreichen. Die beiden Projekte von Lea Rösch und Tobias Hohenberger wurden ebenfalls mit Sonderpreisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Sonderpreis für Ressourceneffizienz und Zirkularität, der vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit verliehen wurde. Die prämierten Arbeiten der Schülerinnen und Schüler passen zugleich hervorragend zum Profil der FOS/BOS Triesdorf als „Umweltschule in Europa“. Hier stehen im laufenden Schuljahr unter anderem die Themen „nachhaltige Ernährung und Klimawandel“ sowie die „biologische Vielfalt in der Schulumgebung“ im Fokus.
Ebenfalls ausgezeichnet wurde die betreuende Lehrkraft: Bianka Woigk erhielt den Betreuer-Sonderpreis für ihre engagierte und langjährige Förderung der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler. Mit großem Einsatz unterstützt sie junge Forschende dabei, eigene Fragestellungen zu entwickeln, wissenschaftlich zu arbeiten und ihre Ergebnisse überzeugend zu präsentieren.
Der überdurchschnittliche Erfolg der Fachoberschüler macht deutlich, dass die FOS/BOS für MINT-interessierte Schülerinnen und Schüler sehr gute Ausgangsbedingungen für den Einstieg in die Welt der Forschung bieten.
Schulleiter Gernot Helmreich gratuliert allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie den Betreuungslehrkräften herzlich zu ihren Erfolgen beim Regionalwettbewerb und drückt Leon Kohr die Daumen für die Teilnahme am Landeswettbewerb vom 13. bis 15. März in München.
Helmreich gibt sich überzeugt: „Der Erfolg unserer jungen Forscherinnen und Forscher zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in unseren Schülerinnen und Schülern steckt. Wenn Jugendliche die Möglichkeit bekommen, eigene Fragen zu entwickeln und wissenschaftlich zu bearbeiten und von kompetenten wie engagierten Lehrkräften begleitet werden, entstehen beeindruckende Ergebnisse. Dass gleich zwei Fachoberschulen aus Westmittelfranken beim Wettbewerb so erfolgreich sind, bestätigt zudem, dass unsere Fach- und Berufsoberschulen in der Region hervorragende Arbeit zur Vorbereitung auf ein Hochschulstudium im MINT-Bereich leisten.“
Maximilian Heller und Harald Dösel

