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Europatag an der FOS/BOS Triesdorf

Europa in Projekten, Workshops und Gesprächen erlebbar gemacht

In der letzten Schulwoche vor den Sommerferien setzte die FOS/BOS Triesdorf mit ihrem Europatag ein sichtbares Zeichen für gelebte europäische Werte. Als Schule, die an dem einzigartigen EU-Programm Erasmus+ teilnimmt, schafft sie im Schulalltag immer wieder Bezüge zu Europa und zur Europäischen Union: So finden etwa wiederkehrende Austauschfahrten – etwa zur tschechischen langjährigen Partnerschule nach Litomyšl oder mit dem Lycée Tours-Fondettes agrocampus in Frankreich statt und es gibt zahlreiche Praktikumsmöglichkeiten im europäischen Ausland, die den Triesdorfer Schülerinnen und Schülern wertvolle Erfahrungen über Landesgrenzen hinweg eröffnen.
Eröffnet wurde der Europatag von Schulleiter Gernot Helmreich. In seiner Begrüßung betonte er die Bedeutung von internationalem Austausch, Mehrsprachigkeit und interkulturellem Lernen für die persönliche und fachliche Entwicklung junger Menschen – allesamt Grundpfeiler, die durch Erasmus+ an der FOS/BOS Triesdorf besonders sichtbar werden.
Im Anschluss verteilten sich die Klassen auf insgesamt fünf Workshops, die Europa jeweils aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchteten. Beim Poetry-Slam mit dem Ansbacher Slammer Michl Jakob setzten die Teilnehmenden mit selbstverfassten Texten und performativen Beiträgen kreative Akzente zum Thema Europa. Das Angebot „EU & Du“ machte die Europäische Union verständlich und alltagsnah und lud zu interaktiven Diskussionen über Rechte, Möglichkeiten und Institutionen ein. Ein Jugendoffizier der Bundeswehr gab im Workshop zu Aspekten der europäischen Sicherheitspolitik Einblicke in sicherheits- und verteidigungspolitische Fragestellungen und vermittelte Hintergründe aktueller sicherheitspolitischer Debatten. Unter dem Titel „It’s getting hot in here“ probierten Schülerinnen und Schüler in einem Planspiel zur europäischen Klimapolitik verschiedene Handlungsoptionen und Verhandlungsstrategien aus und erlebten so die Komplexität grenzüberschreitender Umweltpolitik. Das Chorprojekt zur Europa-Hymne schließlich bot einen musikalischen Zugang zu europäischer Identität und gemeinsamer kultureller Ausdrucksformen.
Nach den Workshops folgte eine Vortragsrunde mit weiteren Impulsen. Marlene Mortler, die unter anderem Mitglied des Europäischen Parlaments gewesen ist, berichtete von ihren spannenden Erfahrungen auf europäischer Ebene und gewährte insbesondere interessante Einblicke in die EU-Agrarpolitik sowie deren Bedeutung für Regionen, Betriebe und Verbraucherinnen und Verbraucher. Anschließend zeigte Poetry-Slammer Michl Jakob, wie Sprache Brücken bauen und Europa persönlich erfahrbar machen kann.
Den Abschluss des rundum gelungenen Europatags bildete das gemeinsame Mittagessen. In entspannter Atmosphäre wurden Eindrücke ausgetauscht, Kontakte vertieft und Ideen weitergedacht – ganz im Sinne eines Europas, das von Begegnung, Dialog und Zusammenarbeit lebt.

Harald Dösel